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Übung Wasserförderung

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Am Samstag, dem 11. April 2026, war die Freiwillige Feuerwehr Altenesch erneut mit neun Kameraden, dem MTW sowie der Hochleistungspumpe bei einer größeren Übung außerhalb unseres Löschgebiets im Einsatz. Ebenfalls beteiligt waren das THW Bremen-Nord und Bremen-Ost sowie die Feuerwehren aus Bremen-Schönebeck, Bremen-Lehesterdeich und Bremen-Lesumbrok.


Los ging es um 9:00 Uhr im Bereitstellungsraum auf dem Schönebecker Sand. Insgesamt rund 80 Einsatzkräfte wurden dort verschiedenen Einsatzabschnitten zugeteilt und nach und nach „alarmiert“.


Angenommen wurde ein Brand auf einem Bauernhof in Niederbüren. Die zuerst eintreffende Feuerwehr Lesumbrok fand eine stark verrauchte Scheune vor, in der laut Aussagen zwei Kinder vermisst wurden. Ein Trupp ging unter Atemschutz umgehend zur Menschenrettung vor. Parallel wurde schnell klar, dass das Feuer auf eine weitere Scheune überzugreifen drohte und zudem ein Gastank geschützt werden musste. Entsprechend wurden weitere Kräfte nachalarmiert.


Durch die hohe Wasserentnahme stieß das Hydrantennetz schnell an seine Grenzen. Daher wurden das THW Bremen-Nord und Bremen-Ost hinzugezogen, um eine Wasserversorgung über zwei Pumpengruppen vom Gelände des Wassersportvereins aufzubauen. Zusätzlich wurden die Feuerwehren Lehesterdeich und Schönebeck mit ihren Hytrans-Systemen angefordert, um die lange Strecke vom Hafen bis zur Einsatzstelle zu überbrücken.


Damit unabhängig von der Tide gefördert werden konnte, wurde das Wasser mittels elektrischer Tauchpumpen über die Spundwand gehoben und direkt in die Schmutzwasserkreiselpumpe DIA eingespeist. Von dort aus ging es rund 400 Meter weiter in ein 10.000-Liter-Pufferbecken, aus dem wiederum die Hytrans-Systeme gespeist wurden. Anschließend wurde das Wasser weitere 1,7 Kilometer bis zu den Brandstellen gefördert. Die Stromversorgung der Tauchpumpen erfolgte über die 50-kVA-Netzersatzanlage des THW Bremen-Nord.


Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass die Brände durch eine kollabierte Windkraftanlage ausgelöst worden waren. Brennende Trümmerteile hatten bereits Teile der umliegenden Vegetation in Brand gesetzt. Zur Vegetationsbrandbekämpfung wurde schließlich die Feuerwehr Altenesch alarmiert, die mit ihrer Hochleistungspumpe zur Einsatzstelle ausrückte.


Die Einspeisung erfolgte über einen Abzweig der Hytrans-Leitung nach etwa 700 Metern in einen 5-B-Verteiler. Da eine direkte Einspeisung nicht möglich war, wurde zusätzlich ein 5.000-Liter-Pufferbecken des THW aufgebaut. Dieses wurde über das Hytrans-System gefüllt, sodass die Hochleistungspumpe daraus ansaugen konnte. Über diese konnten schließlich zwei Wasserwerfer aus Altenesch betrieben werden.


Neben der Einsatzleitung und der Wasserversorgung übernahm das THW außerdem den Aufbau und Betrieb des Verpflegungsplatzes, an dem sich alle Kräfte nach dem Rückbau stärken konnten.


In der abschließenden Besprechung zeigte sich, dass die Übung trotz einiger Herausforderungen – unter anderem durch das rund drei Kilometer große und unübersichtliche Einsatzgebiet sowie Probleme im Digitalfunk – insgesamt erfolgreich verlief. In einzelnen Bereichen besteht noch Verbesserungspotenzial, doch genau dafür sind solche Übungen da: Abläufe zu optimieren und im Ernstfall sicher sowie strukturiert arbeiten zu können.


Gegen 18 Uhr war für die Kameraden aus Altenesch schließlich Dienstschluss am Feuerwehrhaus.


Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten für die Einladung, die gute Organisation und die starke Zusammenarbeit.

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